Podcast #10

Glem und der Hagebuttenstrauch

Dort wo die Sonne untergeht und der große schneebedeckte Berg aufsteigt, wo gleich dahinter der tiefblaue See liegt, der an den duftenden Wald grenzt, wo Rehe, Hasen, Füchse, Spechte und viele andere Tiere seit jeher als Freunde zusammen leben, liegt die schönste aller Wiesen mit tausenden von blühenden Blumen. Genau hier lebt unser kleiner Schmetterling Glem.

Glem ist der jüngste Schmetterling von sieben Kindern und heute waren alle sehr aufgeregt, denn ihr Lieblings-Schmetterlingsballteam stand im Finale. Morgen sollte das Spiel stattfinden und sie wollten heute noch die Spieler besuchen und ihnen viel Glück wünschen. Glems älteste Schwester war mit einem Schmetterling im Team befreundet und so wurden Glem und alle seine Geschwister eingeladen um sich das letzte Training anzuschauen.

Aufgeregt machten sie sich auf den Weg und sie plauderten immer noch aufgeregt als sie das Stadion betraten. Die Schmetterlinge waren alle schon auf dem Spielfeld. Glem und seine Geschwister schauten eine Weile vom Rand aus zu. Normalerweise spielte das Team richtig gut und sie waren auch die absoluten Favoriten.

 

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Aber heute wollte das Spiel irgendwie nicht so recht in Gang kommen. Die Spieler wirkten müde und schlapp. Schließlich war das Training zu Ende und als die Spieler vom Spielfeld flatterten um Glem und seine Geschwister zu begrüßen, wirkten sie traurig. „Was ist denn los mit euch?“ wollte Glem wissen. „Ach Glem!“ antworteten sie. „Wir sind schon seit einigen Tagen gar nicht so richtig in Form. Uns ist letzte Woche ein großes Missgeschick passiert. Wir haben beim Training versehentlich den großen Nektartank beschädigt und haben nun keine vitaminreiche Nahrung mehr.“ Glem blickte ans Ende des Spielfeldes wo der Nektartank des Teams stand und sah ein großes Loch darin klaffen.

Das war wirklich schlimm, denn – und das wusste jedes Schmetterlingskind – um diese Jahreszeit gab es keine Blüten mehr und das Team müsste bis zum Frühling warten um wieder genug Nektar sammeln zu können um wieder zu Kräften zu kommen. „Wir wissen nicht, was wir tun sollen.“ die Spieler ließen die Köpfe hängen.

Traurig verabschiedeten sich die Geschwister und machten sich auf den Heimweg. Nur Glem wollte nicht so einfach aufgeben. Er beschloss etwas herumzufliegen und zu sehen, ob nicht doch noch etwas Blüten-Nektar aufzutreiben wäre. Doch wohin er auch schaute, war alles verblüht und bereit für den Winter.

Schlussendlich blieb nur noch der Wildrosenstrauch übrig. Und siehe da: Da blühte noch eine einzelne, letzte Wildrose. Glem flatterte darauf zu und spähte hinein. In der Blüte saß ein Rosenkäfer und schmatzte laut. Er hatte bereits den ganzen Nektar aufgefressen. „Oh Nein!“ entfuhr es Glem und so bemerkte ihn der Rosenkäfer. „Was ist denn los?“ wollte er freundlich wissen. Glem schilderte den Nektar-Unfall des Schmetterlingsball-Teams. „Da müssen wir natürlich etwas tun“, brummte der Rosenkäfer und setzte sich auf die Hinterbeine. Nach kurzem Nachdenken klatschte er in die Hände. „Ich hab’s! Wenn ich mich schlapp fühle, dann nasche ich einfach an den Hagebutten.“ rief er. „Vielleicht macht das ja auch das Schmetterlingsball-Team wieder fit!“
Der Rosenkäfer war selbst ein großer Schmetterlingsball Fan und so versprach er zu helfen.

Gemeinsam pflückten sie eine Menge der glänzenden roten Hagebutten vom Wildrosenstrauch und brachten sie zum Stadion. Die Spieler waren schon umgezogen in der Garderobe und wollten gerade heimgehen.
„Gut, dass wir euch noch getroffen haben.“ keuchte Glem. Er breitete die Hagebutten vor dem Team aus. „Die Hagebutte ist die Frucht vom Wildrosenstrauch“ erklärte er. Neugierig kosteten die Spieler. Dann bedankten sie sich bei Glem und gingen nach Hause um vor dem großen Spiel ausgeschlafen zu sein. Am nächsten Tag war Glem schon wahnsinnig aufgeregt. Er machte sich mit seinen Geschwistern fertig und bald saßen sie mit vielen anderen Fans im Stadion. Als ihr Team auf das Spielfeld lief, sahen sie erfrischt und kräftig aus. Und richtig: Sie gewannen das Spiel haushoch! Während der Siegerehrung riefen sie im Chor:“ Danke Glem! ‚Mit deinen gesunden Hagebutten hast du hast uns gerettet!“

Die hübsche rote Hagebutte entsteht aus der Blüte der Wildrose und ist eine richtige Winterfrucht. Sie enthält viel Vitamin C und ist damit besonders gesund. Psst: Nicht weitersagen: Aus den getrockneten Kernen kann man Juckpulver machen!

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