Podcast #6

Glem und das Sommerfest

Dort wo die Sonne untergeht und der große schneebedeckte Berg aufsteigt, wo gleich dahinter der tiefblaue See liegt, der an den duftenden Wald grenzt, wo Rehe, Hasen, Füchse, Spechte und viele andere Tiere seit jeher als Freunde zusammen leben, liegt die schönste aller Wiesen mit tausenden von blühenden Blumen. Genau hier lebt unser kleiner Schmetterling Glem.

Glem ist der jüngste Schmetterling von sieben Kindern. Heute war Glem auf Besuch bei seinem besten Freund dem Grashüpfer gewesen. Auf dem Weg nach Hause flog er am Waldesrand entlang, als er ein geschäftiges Rascheln und Hin und Her Trippeln von kleinen Pfötchen hörte. Neugierig flatterte er näher und als er schließlich durch die Brombeersträucher spähte, traute er kaum seinen Augen.

Zwischen den Sträuchern waren bunte Lampions gespannt. Der Waldboden war über und über mit einem Teppich aus Blütenblättern bedeckt, die sich zu einem außergewöhnlichen schönen Muster zusammenfügten. Dazwischen standen kleine weiß gedeckte Tischchen und hinten bei der großen Eiche probte ein Mäuseorchester mit putzigen Instrumenten, die aus Tannenzapfen, Schachtelhalmen und dergleichen gefertigt waren. „Was wird denn gefeiert?“ fragte Glem eine Maus die gerade mit einem großen Tablett aus Holz vorbeilaufen wollte.
„Oh, ich hab dich gar nicht gesehen! Grüß dich Glem.“ sagte die Maus und stellte das Tablett auf einem der Tischchen ab. „Wir feiern morgen unser jährliches Sommerfest.

Morgen hat nämlich Therese, die UrUrUr Großmutter unseres gesamten Mäuseclans Geburtstag und zu diesem Anlass feiern wir jedes Jahr ein rauschendes Fest mit ihren zweitliebsten Früchten auf der ganzen Welt. Zum Glück sind sie immer zu dieser Jahreszeit reif.“ Die Maus deutete auf die Brombeersträucher zwischen denen Glem gerade hervorgeflogen war und beide bewunderten die dunkelviolett glänzenden Früchte, die im Überfluss am Strauch hingen.

„Du siehst es ist genug da“ sagte die Maus stolz und fügte hinzu: „Komm doch vorbei morgen. Wir würden uns sehr freuen!“ Glem versprach zu kommen und verabschiedete sich, denn es war schon spät. Er musste nach Hause bevor sich sein Schmetterlings-Papa Sorgen um ihn machte. Und so vergaß er ganz zu fragen was denn die Lieblingsfrüchte von Mäuse Therese wären.

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Pfirsich oder Nektarine – erkennst du den Unterschied? Auf der Schale des echten Pfirsichs wachsen ganz viele kleine Härchen. Probier mal wie flauschig die sind! Ist die Schale glatt, handelt es sich um seine Verwandte die Nektarine.

Glem war den ganzen darauffolgenden Tag schon so ungeduldig, dass er schließlich viel zu früh zum Mäusefest aufbrach. Aber als er dort ankam sah er die Mäuse in einer großen Gruppe ganz mutlos herumsitzen und beratschlagen. Glem flog näher und da sah er auch gleich, was sie bedrückte.

Auf den Brombeersträuchern war keine einzige Beere mehr zu finden. Sie waren leer gepflückt und auch die Tabletts auf den vielen kleinen Tischchen waren leer. Nur auf einem einzigen Tablett lagen ein paar einzelne, Brombeeren. Richtig traurig sah das aus!

„Was ist passiert?“ fragte Glem entsetzt.
„Ach. Hallo Glem. Es ist furchtbar!“ antworteten die Mäuse. „Wie jedes Jahr, wollten wir die Brombeeren auch heute mittags ernten, damit sie für das Fest am Abend richtig frisch sind. Aber als wir gerade loslegen wollten, da kam einer von den Menschen mit einem großen Sack. Wir haben uns natürlich schnell versteckt. Der Mann hat – hast du’s nicht gesehen – den ganzen Strauch abgeerntet. Jetzt wissen wir nicht was wir machen sollen. Unser schönes Fest ist im Eimer!“
„Das ist ja furchtbar!“ sagte Glem. „Vielleicht fällt mir ein, wie ich euch helfen könnte.“
Er dachte nach. „Ich hab’s!“ sagte er plötzlich. „Auf der Nachbarwiese gibt es noch eine Brombeerhecke! Ich fliege dort mit meinen Geschwistern hin und wir bringen euch die Beeren.

Die Mäuse nahmen das Angebot dankbar an und so machte sich Glem sofort auf den Weg. Seine Geschwister spielten gerade Schmetterlings-Ball aber als sie hörten, dass die Mäuse Hilfe brauchten, waren sie sofort bereit Glem zu begleiten. Gemeinsam flogen sie zur Nachbarswiese. Und richtig, dort sahen sie schon die Brombeerhecke. Aber, Oh Schreck! Auch diese Hecke war abgeerntet worden. Was sollten sie nur tun?

Sie beschlossen noch ein Stückchen weiter zu fliegen. Auf der Wiese hinter dem Kornfeld gab es zwar keine Brombeersträucher, aber Glem erspähte eine kleine Gruppe von Bäumen mit Früchten, die er noch nie gesehen hatte. Sie leuchteten rosa, rot, gelb und orange und waren in etwa so groß wie ein kleiner Apfel. In der Mitte hatten sie einen harten braunen Kern, der vom saftigen gelben Fruchtfleisch umschlossen war und ihre zarte Schale war weich und flauschig. Außerdem verströmten sie den herrlichsten Duft.

Weißt du vielleicht was das für Früchte waren?

Weil sie nicht mit leeren Händen zu den Mäusen zurückkehren wollten, nahmen sie von den seltsamen Früchten mit, was sie nur tragen konnten.
Bei den Mäusen angekommen zeigten sie ihnen was sie mitgebracht hatten und erwarteten enttäuschte Gesichter. Stattdessen waren die Mäuse vor Begeisterung kaum zu bremsen. „Das sind die Lieblingsfrüchte von unser UrUrUrGroßmutter, aber seit es das Bäumchen auf unserer Wiese nicht mehr gibt, haben wir keine mehr gefunden. Danke ihr lieben Schmetterlinge!“ Und so wurde es ein rauschendes Fest und die Mäuse und Glem und seine Geschwister feierten bis sie müde waren.

Und weißt du schon welche Früchte es waren, die unser kleiner Schmetterling da gefunden hat?
Genau: Pfirsiche!

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