Podcast #3

Glem bei den Bienen

Dort wo die Sonne untergeht und der große schneebedeckte Berg aufsteigt, wo gleich dahinter der tiefblaue See liegt, der an den duftenden Wald grenzt, wo Rehe, Hasen, Füchse, Spechte und viele andere Tiere seit jeher als Freunde zusammen leben, liegt die schönste aller Wiesen mit tausenden von blühenden Blumen. Genau hier lebt unser kleiner Schmetterling Glem.

Glem ist der jüngste Schmetterling von sieben Kindern. Jeden Tag flattert Glem über die Wiese und begrüßt seine Freunde die Blumen und Tiere. Denn auf der Wiese leben jede Menge Bienen, Hummeln, Mäuse, Maulwürfe und viele andere Lebewesen.

Aber als Glem an diesem Tag über die Wiese flatterte, waren alle seine Freunde beschäftigt. Niemand hatte Zeit mit ihm Fangen oder Verstecken zu spielen. „Was ist denn heute mit allen los?“, dachte er. Da fiel es ihm wieder ein: „Ach ja, heute ist ja der große Schönheitswettbewerb. Unter allen Tieren wird die Schönheitskönigin oder der Schönheitskönig der Blumenwiese gewählt. Die letzten Jahre wurde es immer der Fasan mit seinen langen eleganten Federn. Auch in diesem Jahr ist er der große Favorit.“

Während Glem so nachdachte und über die Wiese flatterte, entdeckte er plötzlich seine Freundin, die graue Feldmaus. Im Gegensatz zu allen anderen saß sie nur still da und rührte sich nicht. „Hallo Feldmaus“, rief Glem ihr zu. „Was ist denn mit dir los? Bereitest du dich nicht auf den Schönheitswettbewerb vor?“

„Nein Glem“, antwortete die Feldmaus traurig. „Es gewinnt ja sowieso der schöne Fasan oder der eitle Fuchs. Schade, ich würde auch so gerne einmal Schönheitskönigin der Blumenwiese werden. Aber als graue Maus habe ich einfach keine Chance.“

„Hmmm“ überlegte Glem laut. „Es muss doch eine Möglichkeit geben, damit auch du einmal gewinnst. Ich flattere schnell zu meinen Freunden, den Bienen, die haben immer gute Ideen.“

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Dass die fleißigen Bienen die ganze warme Jahreszeit über aus Blütennektar Honig herstellen, wusstest du bestimmt schon oder? Sie verwenden den süßen Honig als Nahrung. Wenn die ImkerInnen den Honig aus dem Bienenstock herausnehmen, stellen sie stattdessen Zuckerwasser hinein. Damit füttern sie die Bienen während des Winters.

Als Glem beim Bienenstock ankam, brummte und summte es wie immer geschäftig. Für die fleißigen Bienen war heute ein Arbeitstag wie immer. „Hallo Bienen“, rief Glem. „Habt ihr eine Idee wie meine Freundin, die Feldmaus, den Schönheitswettbewerb gewinnen könnte?“

Sofort waren drei Bienen bei Glem. Sie riefen im Chor: „Nimm ein bisschen was von unserem Honig!“ Glem wunderte sich und fragte: „Warum Honig? Den isst man doch nur, oder?“ Die Bienen lachten: „Ach Glem, unser Honig schmeckt nicht nur gut, er kann noch viel mehr. Er hilft bei Husten und Halsschmerzen oder Hautproblem. Aber er kann noch etwas: Wenn du aus unserem Honig ein Haar-Shampoo machst, so duften die Haare wunderbar und dünnes Haar wird kräftig und glänzend.“ Glem war begeistert, bedankte sich bei den Bienen, nahm ein bisschen vom Honig und flatterte wieder zurück zur Feldmaus.

Als die Sonne untergegangen war, begann im Schein des Mondes die Schönheitswahl. Alle Tiere waren versammelt. Nur von Glem und der Feldmaus fehlte jede Spur. Ein Tier nach dem anderen stellte sich auf die Bühne. Das Tier, das den meisten Applaus vom Publikum bekam, würde den Wettbewerb gewinnen. So wie in den vergangenen Jahren erhielt auch dieses Mal der schöne Fasan den größten Applaus. Das Wildschwein, das durch das Programm führte, rief in das Publikum: „Möchte sonst noch jemand an der Wahl teilnehmen?“

Genau in diesem Moment flatterte Glem heran und die Feldmaus lief neben ihm: „Meine Freundin die Feldmaus möchte noch mitmachen“, rief Glem. Mit einem Satz sprang die Feldmaus auf die Bühne und plötzlich wurde es ganz still im Publikum. Denn das Fell der Maus sah richtig dicht und flauschig aus und es glänzte wie Silber im Mondlicht. Aber das war noch nicht alles: Ihr Fell duftete herrlich nach süßem Honig! Die Tiere waren begeistert und begannen zu applaudieren und zu jubeln. So einen Applaus hatte es auf der Blumenwiese noch nie gegeben. Es stand fest: Dieses Jahr hatte die Feldmaus die Wahl gewonnen. Alle Tiere feierten die neue Schönheitskönigin.

Währenddessen flatterte Glem zum Bienenstock. Hier schliefen schon alle, denn die Bienen wollten ja fit für den nächsten Tag sein. Glem flatterte ganz nahe an den Bienenstock heran und flüsterte: „Danke liebe Bienen, euer Honig ist wirklich genial.“

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