Gemeinsam Blumen pflücken

Sobald die bunten Blumenwiesen in ihrer schönsten Pracht blühen, ist die Verlockung groß, einen Strauß zu pflücken und ins Wohnzimmer zu stellen. Wie ihr dabei verantwortungsvoll vorgeht und trotzdem einen schönen Moment mit der ganzen Familie teilt, erfahrt ihr hier.

Ein Strauß mit wild wachsenden Blumen versprüht einen ganz eigenen Charme. Daher lieben es Kinder, im Sommer in die Natur zu gehen und Blumen zu pflücken. Wenn ihr euren Kindern dabei einen bewussten Umgang mit der Natur beibringt und achtsam seid, werden sie der ganzen Familie viel Freude bereiten.

Nur einen Handstrauß

Viele Blumen sind wichtige Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und Insekten, daher solltet ihr unbedingt auf sie Rücksicht nehmen. Erklärt das euren Kindern und passt auf, dass sie nicht die ganze Wiese einpacken. Es spricht aber nichts dagegen, dass sie von einem blühenden Wegrand einen kleinen Wildblumenstrauß aus bekannten und häufig vorkommenden Arten pflücken. Ein erlaubtes Maß, so heißt es, ist ein Handstrauß, was so viel ist, wie ihr in einer Hand zwischen Daumen und Zeigefinger fassen könnt. Das können die fleißigen Bienen und Insekten vertragen und Eltern sowie Kinder erfreuen sich am Erlebnis Blumenpflücken.

Achtung bei seltenen Arten

Weder abgeschnitten, noch abgepflückt, geschweige denn ausgegraben werden dürfen geschützte Arten. Die Liste ist recht lang und ihr solltet euren Kindern das unbedingt bewusst machen. Es reicht oft ihnen zu sagen, dass es von manchen Arten einfach nicht so viele gibt und sie daher geschützt sind. Wenn sie wissen, dass sie andere Blumen sehr wohl pflücken können, reicht ihnen das schon als Erklärung – ohne ihnen den Spaß an der Sache zu verderben. Eine kleine Liste geben wir euch hier schon mal für eure Kids: Eisenhut, Arnika, die meisten Farne, alle Nelken und Enziane, Blaustern, Schachblumen, Schwertlilien und Küchenschellen sowie alle wild wachsenden Orchideen, Krokusse, Tulpen und Narzissen sind geschützt. Sowie auch viele Pilze. In Naturschutzgebieten gilt darüber hinaus ein generelles Blumenpflückverbot – also lieber Finger weg und die Blumen im Moment und in ihrer natürlichen Umgebung bewundern.

Auch das Blumenpflücken will gelernt sein

Wer kennt das nicht? Kinder sind oft so ehrgeizig, dass sie gleich die ganze Blume aus der Erde reißen. Das Beste ist ihnen zu erklären, sie möglichst nah am Boden abzuschneiden oder mit den Fingernägeln anzuknipsen. Warum? Bleiben die Wurzeln in der Erde, können neue Blumen wachsen und die nächste Familie, die vorbei spaziert, erfreut sich an der Blütenpracht. Wenn alle bewusst Blumen pflücken, steht einem Strauß wilder Blumen nichts mehr im Wege. Besonders schön wird er, wenn ihr verschiedene Arten kombiniert, wie zum Beispiel Wiesenschaumkraut, Kornblume, Goldrute, Klatschmohn und Kamille. Noch schöner wird er, wenn ihr ihn gemeinsam mit Gräsern schmückt. Und wenn ihr die Blumen regelmäßig mit frischem Wasser versorgt, hat die ganze Familie lange Freude daran!

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